Das "Virtuelle Diabetes Museum" auf der CeBIT | Mediendesignstudenten

Das „Virtuelle Diabetes Museum“ auf der CeBIT

Das Projekt „Virtuelles Diabetes Museum“ der FHH-Professoren Dr. Oliver J. Bott und Markus Fischmann wurde auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt: Zu Besuch waren auch die Niedersächsische Ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Staatssekretär Dr. Josef Lange

Rund sechs Millionen Deutsche leiden an Diabetes mellitus und jedes Jahr erhöht sich die Zahl der Erkrankten. Die dadurch verursachten Kosten gehen in die Milliardenhöhe.

Rund 100 Exponate zur Historie und den heutigen Therapiekonzepten von Diabetes mellitus waren von Februar bis Mai 2007 Inhalt der Sonderausstellung „Diabetes – Geschichte, Technik, Prävention“ im Heinrich Nixdorf Museumsforum in Paderborn. Die moderne Ausstellung des Deutschen Diabetes Museum e.V. vereinte dabei reale Museumsexponate mit computerbasierten Animationen und war Ausgangspunkt des „Virtuellen Diabetes Museums“.

Screenshot des virtuellen 3D Diabetesmuseums  >> Link zur Seite

Die sowohl dreidimensional wie konventionell begehbare Ausstellung beinhaltet sämtliche Exponate der Ausstellung, sowie ein Simulationssystem für den Blutzuckerstoffwechsel und ein neuartiges interaktives Diabetes-Lexikon. Das Lexikon verknüpft die Elemente des realen Museums mit weiteren Informationen und basiert auf dem semantischen Netz ID MACS der Berliner Firma ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH, die das Projekt unterstützt. Mit der neugeschaffenen Wissens- und Informationsplattform will man viele verschiedene Benutzergruppen erreichen und auf das Thema aufmerksam  machen, indem man sehr komplexe Begriffe veranschaulicht.

Angesichts einer kontinuierlichen Zunahme der Erkrankungen, vor allem durch schlechte Ernährung und  mangelnde Bewegung, soll ein Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise geschaffen werden. Auch bereits Erkrankte sollen über den richtigen Umgang mit ihrer Krankheit informiert werden, da  die Hälfte der Kosten für die Behandlung von Diabetes auf Folgeerkrankungen entfallen. Für Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren ist auch ein Quiz integriert.

Das interdisziplinäre Projekt wird von Dr. Oliver J. Bott, Professor für Medizinische Informatik an der Fachhochschule Hannover (FHH), geleitet und vom Deutschen Diabetes Museum e.V. fachmedizinisch betreut. Die interaktive 3D-Animation entstand unter Leitung von Prof. Dipl.-Des. Markus Fischmann, Professor für Computeranimation an der FHH. An der Entwicklung des Museums arbeiten auch Studierende des Instituts für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover mit.